Ein paar Worte zum heutigen Blog Action Day
Der “Blog Action Day” ist ein Non-Profit-Aktionstag, der einmal im Jahr stattfindet. Ziel ist es, dass Blogger, Podcaster und Videocaster auf der ganzen Welt an einem Tag zu einem Thema berichten. Anders gesagt: Das Ziel des “Blog Action Day” ist es, eine globale Diskussion zu starten, bei der verschiedenste Meinungen und Ideen von tausenden verschiedenen Menschen zu einem Thema zusammentreffen - http://blogactionday.org/de
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der unter dem Motto “Poverty – Armut” steht.
Armut im Jahr 2008.
Woran denke ich da? Den aktuellen Kontostand? Die persönliche oder die globale Finanzkrise? An Bekannte in den Staaten, deren Chance nicht schlecht ist, dass sie ihr Eigenheim aufgeben müssen?
Ich kaue mein Brot mit Leberwurst und denke an den Menschen in Afrika, der vielleicht seit Tagen nichts gegessen hat.
Ich schaue aus dem Fenster, neugierig durch den Sound des Porsche, der gerade vorbei düst. Vorbei an dem Mann, der erfolglos versucht die aktuelle Fifty-Fifty-Ausgabe unter den Passanten zu verkaufen.
Arm sind wir, die Menschen auf diesem Planeten, ja eigentlich nicht. Nur mit der Verteilung klappt es nicht so ganz. 700 Milliarden macht Amerika einfach mal so eben locker, um unfähigen Ärschen Managern für ihre Geldgeilheit und Misswirtschaft zu belohnen. Wieviel Spenden wir Deutschen aktuell den von Armut bedrohten Banken? 500 Mrd.?
Vor einiger Zeit gab es auf Spiegel einen Artikel dazu – was kann man gescheites mit soviel Geld anfangen. Unter anderem sechs Jahre lang eine Krankenversicherung für alle Amerikaner einführen oder für glatte zehn Jahre den Hunger in Afrika effektiv bekämpfen.
Jeder wird Armut anders für sich interpretieren. Ein guter Anfang ist es aber schon einfach mal darüber nachzudenken. Und vielleicht kommt dabei heraus, dass man doch den ein oder anderen Euro weiter reichen kann. Dem Banker um die Ecke sagen, dass man auf die Zinsen diesen Monat verzichtet (ja, ich kann es nicht lassen gegen diese Finazidioten zu meckern) oder eine Überweisung an Brot für die Welt vornehmen. Oh, und bei der nächsten Wahl sollte man über all das nochmal nachdenken, bevor man sein Kreuz setzt.
Denn wie wir tagesaktuell ja vor Augen geführt bekommen, ist genug Geld da. Für uns alle.
Oder ist die Geiz-ist-Geil-Mentalität mittlerweile zu weit in der Gesellschaft integriert? Ich habe selber nichts, mir gibt auch keiner was…
Aber wenn jeder heute mal kurz innehält, über seine eigene Sicht und Definition der Armut nachdenkt, dann ist das Ziel des Blog Action Days ’08 schonmal erfüllt.
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