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Olympius Inferno, Rambo auf russisch?

Abgelegt unter ersurft, gebloggt | 4 Kommentare (Trackback)

Der Spiegel schreibt über den russischen Kriegsfilm Olympius Inferno:

Die Propagandamaschine brummt: Knapp sechs Monate sind seit dem Krieg um Südossetien vergangen, schon strahlt das russische Staatsfernsehen den Actionfilm “Olympius Inferno” aus. Darin zu sehen: Georgier als Faschisten, verlogene westliche Medien – und Russen als Friedensstifter.

Sicherlich wird es ein Propagandafilm sein. Genauso sicher weiss jeder denkende Mensch, dass die Russen alles, aber keine Friedensstifter waren. Mich nervt gerade nur die voreingenommen Berichterstattung und Wortwahl. Diese Arroganz in den Worten.
Machen “wir” es anders, machen “wir” es etwa besser?

Ich frage mich, ob die Presse 1988 in Moskau das gleiche geschrieben hat, als Rambo 3 in die Kinos kam.
Laufen davon eigentlich noch Wiederholungen im TV? Ich könnte mir vorstellen, dass man momentan lieber verdrängen will, dass man mit Hollywood dokumentiert hat, seinerzeit die Waffen an die Jungs geliefert hat – die jetzt unter dem Namen Taliban zurückschiessen.

Na ja, alles in allem nichts neues. Oh, hier noch der Trailer:

YouTube Preview Image

Passend zum Thema:

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  • Saiga

    aber keine Friedensstifter waren.
    ?

    Naja also meinst du Russland hat den Krieg angefangen oder wie?
    Fakt ist Georgien hat angegriffen
    Fakt ist auch das dabei Russische Blauhelme getötet wurden.

    Das reicht schon aus um eigentlich das Land komplett zu vernichten, sieh Israel USA…

    Stell dir mal vor es wäre irgendwo nur ein einziger Ami getötet worden, was dann passieren würde.

    Also bitte, und ließ dir mal die Diskussion zum Artikel im Spiegel durch.

    • Marc

      Hi Saiga!
      Du, ich wollte hier gar kein wertendes Statement abgeben, wer was angefangen hat… Soweit ich weiss, haben die Georgier einen militärischen Konflikt bekommen, auf den Russland massiv reagiert hat – wer anderes erwartet hat, war dumm.
      Ich halte Friedensstifter bzw. Friedenstruppen nur für eins dieser Unworte des Jahrhunderts, um sich die Beteiligung in einer Kriegszone schön zu reden. Ob dieser durch irgendetwas gerechtfertigt ist, sei dahin gestellt. Ein Friedensstifter bombt kein anderes Land in die Steinzeit zurück, egal ob dieses Land nun Georgien, Irak oder Gaza heißt…
      Ist ja das gleiche, wie mit der Bundeswehr in Afghanistan – die Politik gibt alles, um das bööööse Wort Kriegseinsatz zu vermeiden. Ein Politiker, der den Mumm hat die Wahrheit auszusprechen, hat definitiv bessere Chancen ernst genommen zu werden…

  • the[V]oid

    Hi, ich habe den Film mir selbst direkt angeguckt, nachdem ich gestern den Spiegel-Artikel gelesen habe. Zum Glück kann ich russisch. Der Spiegel-Artikel ist schlicht naiv, alles, was im Film gezeigt wird, ist wirklich passiert, natürlich ist einiges etwas überzogen, aber so ist es nunmal bei Spielfilmen. Die georgische Armee haben nunmal über 1000 georgische Zivilisten ermordet (im Film zu sehen), auch wurden nunmal NATO-Militärberater während der Gegenoffensive der russischen Armee festgenommen. Der Film ist bei weitem nicht so flach wie so manche amerikanische Action-Propaganda-Produktion.

    • Marc

      Bald gibt es bestimmt eine Version mit Untertiteln oder so… Ich glaube, dann werfe ich auch einmal einen Blick auf den Film…
      Danke für deinen Eindruck :-)

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