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Silvana Koch-Mehrin und die Anwesenheitsquote

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Vor rund einem Monat ist mir die Europaabgeordnete der FDP, Frau Silvana Koch-Mehrin schon einmal aufgefallen. Der Name blieb mir im Kopf, so dass ich heute interessiert neue Schlagzeilen über die Abgeordnete verfolge.

Das überaus interessante Thema:
Anwesenheit der Europaabgeordneten im Europaparlament

Die FAZ hat vor einigen Wochen…

…die Anwesenheitsquote der FDP-Politikerin unter Berufung auf die Parlamentsverwaltung auf 38,9 Prozent beziffert

Kurz danach hat Frau Koch-Mehrin (oder ihre Anwälte?) ebenfalls in der FAZ klarstellen lassen, dass…

sie von der Verwaltung des Europäischen Parlaments während der laufenden Wahlperiode bei 76,2 Prozent der Plenartagungen als anwesend registriert worden sei. Man dürfe die Tagungen der acht Monate, in denen Frau Koch-Mehrin in Mutterschutz war, nicht mitzählen.

Die FAZ kontert:  Selbst dann liege die Präsenzquote aber bei 54,6 Prozent.

Bevor wir fortfahren, empfehle ich dieses Video um weiter in die Materie einzusteigen, das RTL-Magazin Explosiv über das Europa-Parlament, Geld und die Anwesenheit:

YouTube Preview Image

Interessant? Ich überlege mir gerade, ob ich nicht auch für das EU-Parlament kandidieren soll… ;-)

Und nun – zum Abschluss – empfehle ich einen Artikel bei den Ruhrbaronen:
Wirbel um Eid von FDP-Europaspitzenkandidatin Koch-Mehrin wird immer wilder

Zusammengefasst: Frau Koch-Mehrin hat versucht über ihre Anwälte die Berichterstattung der FAZ per einstweiliger Verfügung zu stoppen – heute ist sie damit vor einem Hamburger Gericht gescheitert:

Ich denke, in der FAZ wird man noch manches zu dem Thema lesen können. Denn die Verhandlung zu dem Zahlentheater hat Koch-Mehrin heute in Hamburg verloren. Die einstweilige Verfügung gegen die Zeitung wurde zurückgenommen.

Für diese Verfügung hat die Abgeordnete eine eidesstattliche Versicherung abgegeben, über die jetzt eifrig diskutiert wird. Ich bin gespannt, wie es weiter gehen wird.

Was ich definitiv nie verstehen werde: Warum glauben Leute immer noch, dass man mit Anwälten & Gerichten verhindern kann, dass in Medien und dem Netz Informationen veröffentlicht werden? Der Streisand-Effekt sollten mittlerweile doch wirklich bekannt sein.
Die FAZ hat ihren ersten Bericht ja anscheinend aufgrund offizieller Dokumente/Statistiken aus dem EU-Parlament heraus belegt. Ist es denn sooo schwer nachzuweisen, dass die Zahlen des Parlaments nicht stimmen?
Ich mein, so ohne Verfügungen und Anwälte die versuchen, Medien, Websites, Blogs mundtot zu machen?

Willkommen im Wahlkampf :-)

Passend zum Thema:

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