Drama vor der Sommerpause. Na ja, jedenfalls ein kleines.
Der Berliner Datenschutzbeauftragte hält es für ungesetzlich, dass für einen Kommentar die Eingabe der eMail-Adresse erforderlich ist. Was ja quasi standard bei den meisten Blogs ist – schon alleine um dem Spam Herr zu werden.
Stefan Niggemeier schreibt im entsprechenden Artikel über die Pflicht zur eMail-Adresse:
Der Berliner Datenschutzbeauftragte hält die Praxis (die mehr oder weniger Standard in Blogs ist) für unzulässig und hat mir mit einer Geldbuße von bis zu 50.000 Euro gedroht, wenn ich daran nichts ändere. Er verweist auf das Telemediengesetz, wonach „Nutzungsdaten” in der Regel „nur zu Zwecken der Abrechnung” gespeichert und „Bestandsdaten” wie die E-Mail-Adresse nur erhoben werden dürften, „soweit sie für die Begründung, inhaltliche Ausgesatltung oder Änderung eines Vertragsverhältnisses zwischen dem Diensteanbieter und dem Nutzer über die Nutzung von Telemedien erforderlich sind”.
Die zwei Parteien haben sich nun geeinigt, dass beim Kommentarfeld ein entsprechender Hinweise bzgl. der Speicherung angezeigt wird.
Vielleicht ist es also eine gute Idee, wenn ihr eure Blogs/Kommentarbereiche ebenfalls um sowas ergänzt. Bei mir gibt’s seit geraumer Zeit ein Hinweis auf die Datenschutzerklärung - in dieser steht dann, dass die eMail-Adresse gespeichert wird.
Das hat zu reichen! Wenn nicht… grrrr…
![[GREGEL DOT COM]](http://static.gregel.com/themes/mg/images/header1.jpg)

Ich finde so was echt lächerlich. Die Daten wurden ja freiwillig bei der Abgabe eines Kommentares eingegeben und man wurde nicht gezwungen. Da wird einfach mal wieder versucht etwas Geld zu machen weil ein paar Anwälte nicht ausgelastet sind. Als nächstes muss man den Benutzer darauf hinweisen, dass wenn er einen Kommentar abgibt es auch sein kann, dass dieser veröffentlich wird und andere lesen könnten :-D
Man kann doch einfach irgend einen Unsinn angeben – bla@blubb.org oder sowas. Welcher Datanschutzparanoiker gibt denn seine echte Adresse an?!?
Nachtrag: sehe gerade dass unsere Datenschutzerklärungen praktisch gleich sind :)
Na das ist ja mal wieder toll. Die reichen Stinker haben zu viel Langeweile, da denken die sich soenen Schice aus *motz*
Tja, so ist das wohl mit unseren Gesetzen, Gerichten & Anwälten – alles fern der Realität… :-/
Das ist doch echt die Höhe… habe nun auch einen dezenten Hinweis auf die Datenschutzerklärung eingebaut, drin stand es vorher schon.
Aber sicher ist sicher. Sowas beklopptes…
Sorry, dass ich mich hier so aufrege. ;)
Finde ja die Einleitung bei Niggemeier so genial
Das fasst die Misere sehr schön zusammen :)
Marc, ich habe mich von deinem Formular inspireren lassen und den Mouseover-Text mitgenommen. Ich hoffe du verklagst mich nicht!
Verklagen? Hmmm… *überleg* …ist denn bei dir was zu holen??
;-))
Ich habe einen der bekanntesten, beliebtesten und ertragsreichsten Blogs Deutschlands! Ist zwar ein echter Geheimtipp (nicht in den Blogcharts vertreten), aber ein pfiffiger Blogger wie du könnte da sicher was draus machen ;)
…das nennt man pures Understatement, richtig?
Das gefällt mir! Und noch besser finde ich es, wenn Du dich inspirieren lässt :-))
Ich halte das ehrlich gesagt für einen “Witz mit Anlauf”. In Wordpress gibt es ja die Möglichkeit das Pflicht-Kommentarfeld abzuschalten (Häkchen weg bei ‘Benutzer müssen zum Kommentieren Namen und eMail Adresse hinterlassen’). Bei meinem Blog, der neben meinem Shop läuft hatte ich das auch erst so gewählt, dann hat mir mein Anwalt davon abgeraten. Damit würde ich erst Recht Probleme bekommen, da ich dann z.B. einem Kommentator nicht mehr mitteilen könne, dass sein Kommentar editiert wurde, wenn er z.B. was schreibt, was ich aus abmahntechnischer Gefährdung nicht veröffentlichen darf…
Wenn ich einerseits mitteilen muss, dass ich editiert habe und andererseits nichts speichern dürfte, wie sollte das denn gehen?
Jeden Erstkommentar (Name < -> Mail) moderiere ich hier generell… anders hätte ich da gar keine Lust zu.
Permanent gucken, ob der Kommentar nicht in irgendeiner Weise zweifelhaft ist oder nicht – nee, danke!
Das ist echt alles ein Witz, Niggemeier schreibt es ja sehr treffend, juliaL49 sagte es oben ja schon – gesetzlich problematisch sind die Blogs, weil…
1.) Weil jeder anonym kommentieren kann.
2.) Weil nicht jeder anonym kommentieren kann.
Da kann man sich doch nur an den Kopf packen!
Erstkommentatoren werden bei mir auch moderiert, anders geht es ja schon fast gar nicht. Zumindest wenn man nicht jeden Schrott gleich freischalten möchte und Schrott befindet sich in erster Linie in Erstkommentaren ;-)
Klar kann man sich da nur an den Kopf fassen. Darum denke ich, dass das alles nur viel Gerede um den heißen Brei ist und es keine wirklichen gesetzlichen Grundlagen dafür gibt. Ich würde es wahrscheinlich auf einen Prozess diesbezüglich ankommen lassen.