Letzten Dienstag saß ich beim Zahnarzt im Wartezimmer und habe durch den aktuellen Stern geblättert. Die Titelstory war der Amoklauf von Winnenden.
Als ich auf die Doppelseite stiess, die fein säuberlich Porträts der ermordeten Jugendlichen zeigte, dachte ich mir nur seid ihr krank, sowas zu veröffentlichen.
Neben den Fotos gab es noch eine Skizze des Schulgebäudes, wo detailliert markiert war, wo welcher Schüler erschossen wurde.
Ich habe dieses erbärmliche Blatt schnell wieder vergessen – bis mir ein Artikel von Stefan Niggemeier es gerade wieder in Erinnerung gebracht hat:
Ich würde nie behaupten, dass Thomas Osterkorn und Andreas Petzold, die Chefredakteure des „Stern”, zynische Arschlöcher seien. Aber nett wie ich bin, wollte ich ihnen die Bezeichnung zumindest mal zur Selbsterkenntnis angeboten haben.
Danke für die Worte. Hier geht es zum ganzen Artikel.
Der Anlass für diesen war ein aktueller Beitrag in der ARD/ Panorama – sehenswert:
Raubzug im Internet – wie Medien Privatfotos stehlen
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Nadine
sagte am 27. März 2009, 19:56 UhrDas ist echt gut umschrieben ;)
Aber der Spiegel hats doch nicht besser gemacht… da war der Amokläufer sogar aufm Titelbild.
Marc
sagte am 27. März 2009, 21:58 UhrHi Nadine :-)
Ja stimmt… an die Spiegel-Ausgabe erinner ich mich auch noch. Ich glaube ein anderes Magazin hat auf der titelseite sogar einen x-beliebigen Jugendlichen abgedruckt, aber alle Welt glaubte, es sei der Attentäter. Seufz…
Nila
sagte am 29. März 2009, 07:52 UhrSpiegel, Stern. Bild usw….. stehen immer mehr im Konkurrenzkampf. Und was zieht bei den Lesern? Genau, Skandale-Skandale-Enthüllungen-Brisante Einzelheiten usw….
Es lebe das “Bildniveau”