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Ein interessanter Bericht lief heute Abend auf Stern-TV:
Die deutsche Familie Romeike ist in die USA ausgewandert, bzw. hat dort mittlerweile Asyl beantragt.

Grund: Die Eltern möchten ihre fünf Kindern nicht auf eine Schule schicken, sondern selber unterrichten – was in Deutschland verboten ist. Über den Asylantrag wird im Dezember entschieden, ich bin gespannt wie das Urteil lauten wird. Die ganze Geschichte gibt es bei Stern-TV zum nachlesen

Was ich nicht wusste – Deutschland ist in der EU das einzige Land, wo die Kinder nicht zuhause unterrichtet werden dürfen:

Bis auf Deutschland haben alle EU-Länder Homeschooling als staatliche Alternative zur Schulpflicht weitgehend zugelassen. Deutschland ist eines der wenigen Länder, in denen eine Schulpflicht statt einer Unterrichtpflicht besteht.

Ein interessantes Thema, finde ich. Wenn die Eltern (oder ein Privatlehrer) die nötige Kompetenz haben, Kinder zu unterrichten (und dies auch überprüfbar ist und überprüft wird) – warum nicht?
Andererseits bekommt man in den Schule (hoffentlich) auch noch mehr vermittelt, als nur die Lösung von 1+1… soziales Verhalten mit allem drum und dran. Der Umgang mit anderen Kindern ist sicherlich auch wichtig um später im Leben offen auf andere Menschen zugehen zu können, Selbstbewusstsein zu erlangen und ähnliches.

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9 Kommentare zum Artikel

  • Nila

    Nila

    Niemals Kinder zuhause selber unterrichten. Die haben doch mit einem gewissen Alter viel zuwenig “Respekt” vor den eigenen Eltern. Bzw. motzen und schimpfen zurück. Oder passt ihnen der Test nicht, dann lassen sie den Frust doppelt zuhause aus. Nönö. nur um später hören zu müssen, du bist Schuld dass ich zuwenig gelernt habe. NIEMALS aber auch wirklich NIEMALS würde ich sowas unterstützen

    • Marc

      Marc

      Stimmt, daran habe ich gar nicht gedacht! Ich hatte gestern so kleine Kinder vor den Augen – lesen und schreiben lernen.
      Aber wenn die kleinen Kacker älter werden, wird es bestimmt lustig – wie du sagt :-)

  • juliaL49

    juliaL49

    Ja, wie Nila schon sagt, bietet das Homeschooling (ähm, Heimunterricht) viel Potential zum Schiefgehen und deswegen finde ich prinzipiell das Verbot gut.
    ABER: nur weil in 99,9% der Fälle der andere Weg der bessere wäre, heißt das nicht, dass ein Gesetz dagegen vonnöten ist. Man könnte das vielleicht so lösen, dass die Eltern bestimmte pädagogische Voraussetzungen mitbringen müssen und die Kinder jährlich eine (staatliche) Prüfung ablegen.

    Was ich mich im vorliegenden Fall frage: warum ausgerechnet USA? Wenn es sonst überall in der EU, in der Schweiz, in Norwegen etc erlaubt ist, warum den Riesenschritt über den Atlantik machen, wenn es doch so viel einfacher in Europa wäre. Die haben sicherlich Freunde und Familie hier und es wäre viel einfacher in Kontakt zu bleiben (und sicherlich auch leichter für die Kinder), wenn sie in Europa bleiben würden.

    • Marc

      Marc

      Ich glaube USA, weil dort der Asylantrag theoretisch möglich ist. Keine Ahnung, was jetzt der Vorteil gegenüber einer normalen Auwanderung ist – vielleicht nur um der Strafe der Behörder zu entgehen?
      Im Beitrag wurden verhängte Ordnungsgelder u.ä. erwähnt…

      • juliaL49

        juliaL49

        Ähm, um innherhalb der EU umzuziehen, muss man keinen Asylantrag stellen. Man zieht einfach um und meldet sich entsprechend den Vorgaben um. Lange nicht so kompliziert und mit Erfolgsgarantie.
        Die Frage ist nur, ob innerhalb der EU Ordnungsgelder gezahlt werden müssen. Aber eigentlich sollte das nicht der Fall sein.

  • Melanie

    Melanie

    Hallo,
    ich bin auch für den Verbot des Homeschooling weil man kann die Eltern nicht prüfen ob Sie richtig und gezielt unterichten.
    Noch wichtiger ist ja wie die Kinder psyschich mit der Sache klar kommen. Die schauen aus dem Fenster und sehen alle Kinder in die Schule gehen und selber muss man zuhause mit der eigenen mutter, vater mathematik aufgaben lösen. Welchen Kind würde sich das freiwillig antun? :D
    Ich finde Schule ist ein sehr wichtiger Teil der Kinder und man sollte die schönen auch die schlechten tage in der Schule nicht verpassen.

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