[GREGEL DOT COM]

Die Stadt Augsburg ist immer wieder für einen Lacher gut!
Nach der überaus peinlichen Abmahnung gegen einen Blogger aus der eigenen Stadt wird nun auch noch Twitter im Stadtrat verboten. Stark.
Ich würde gerne mal wissen, wieviele Stadträte sagen können, was Twitter überhaupt ist…

Aber egal, die Stadt scheint ja definitiv im zweiten Jahrtausend angekommen zu sein und bestimmt auch fit für das zweite Jahrzehnt – Zeit für einen Check der Augsburger Website:

Augsburg meets Adsense

Augsburg trifft Adsense

Beim Aufruf der Seite muss man natürlich als erstes überlegen, wo der Content und wo die Werbung ist – ich fühlte mich leicht erschlagen von Google Adsense.
Ich finde es ein wenig seltsam, eine offizielle Präsenz einer Stadt mit Werbung zu tapezieren, aber jedem das seine…

Ein interessanter Link ist mir sofort ins Auge gesprungen – elektronische Kommunikation!

Ok, ich kann meine Bitmaps bis zu einer Größe von 30 MB verschicken, das sollte reichen. Ich nehme an, es gibt Leute die schaffen das auch…

3. E-Mails werden nur bis zu einer Gesamtgröße von 30 Megabyte angenommen.

Was ist mit dem Rest, der Briefe vielleicht in Word o.ä. anfertigt?
Oh, ich muss irgendwo mein Windows 95 suchen, denn unterstützt wird leider nur Word bis Version 2000!

Word oder doch Schreibmaschine?

Word oder doch lieber Schreibmaschine?

Zur Erinnerung: Das ist die Word-Version, die vor fast neun Jahren von Office XP abgelöst worden ist. Die haben bestimmt ja noch viele im Einsatz… auf den Win98-PCs inklusive Internet Explorer 4.0

Werfen wir zum Ende der zweiminütigen Tour im Augsburger Web schnell noch einen Blick auf den Quelltext… Jup, wusste ich es doch. Der Tracker von Google Analytics hat den täglichen View-Zähler durch meinen Besuch um eins nach oben gesetzt.
Noch einmal wird es spannend… Impressum, Datenschutzerklärung – nein, natürlich kein Hinweis auf Analytics.
Seit wann muss man den Einsatz von GA im Impressum angeben? Ich glaube seit dem neusten Telemediengesetz, oder?

Zum Glück….

werden [erhobene Daten] weder für die Erstellung von individuellen Anwenderprofilen verwendet noch an Dritte weitergegeben

Gut zu wissen, dass Google zur Stadt gehört. Sonst hätte ich jetzt mal nachgefragt…

Das Fazit ist also logisch: Augsburg muss einfach alles verbieten, was ansatzweise mit Web 2.0 in Verbindung gebracht werden könnte.
Selbst ist man ja schließlich so… na ja, Web 0.9 Beta!

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2 Kommentare zum Artikel

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