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USA: Politisches Asyl für deutsche Familie

Abgelegt unter MyWEB, Review | 5 Kommentare (Trackback)

Vor einem halben Jahr habe ich bereits über dieses Thema berichtet:
Homeschooling: Deutsche Familie beantragt Asyl in den USA

Es ging um die Frage, ob Eltern das Recht haben sollten, ihre Kinder selber zu unterrichten. So wie es in den meisten europäischen Ländern üblich ist.
Die betroffene Familie fühlte sich durch den deutschen Schulzwang diskriminiert und ist in die USA ausgewandert – bzw. hat dort Asyl beantragt:

Weil der Lehrplan und die gebräuchlichen Schulbücher nicht ihren christlichen Werten entsprachen, wollten Uwe und Hannelore Romeike ihre Kinder zu Hause unterrichten, anstatt in einer Schule, in deren Unterrichtsmaterial zum Sexualkunderunterricht sie nach eigenen Angaben auf obszöne Ausdrücke für Geschlechtsverkehr stießen.

Vor einigen Tagen wurde dem Asylantrag stattgegeben. Der zuständige Richter urteilte…

Menschen, die ihre Kinder zu Hause unterrichten wollen, sind eine besondere soziale Gruppe, die die deutsche Regierung zu unterdrücken versucht. Diese Familie hat eine gut begründete Furcht vor Verfolgung. (…) Deswegen steht ihr Asyl zu, und das Gericht wird ihr Asyl gewähren.

Interessantes Urteil, über das in der Süddeutsche Zeitung mit dem Titel Peinlich für Deutschland berichtet wird.

Ich persönlich halte Kinder zwar auf einer Schule für besser aufgehoben. Wenn man allerdings qualifiziert ist und nachweisen kann, dass die Kinder zuhause ebenso gut oder besser unterrichtet und gefördert werden – warum nicht?

Dieses Land ist definitiv überreguliert und wird von Gesetzen und Vorschriften erschlagen.

Passend zum Thema:

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5 Kommentare bisher ↓

  • Ruben

    Wenn die Eltern fundamentalistische Christen sind, sind sie aber ganz sicher nicht geeignet, Kinder zu unterrichten. Daher halte ich die „Schule für alle“ in Deutschland durchaus sinnvoll.

  • xida

    Hhhmmm, wenn eine Familie keine Greencard bekommt, gäbe es die Möglichkeit, dass auf diese Weise Asyl und damit Bleiberecht versucht wird herauszuboxen.

  • Sven

    Nun aber mal ehrlich. Zu Hause Unterrichten, okay da sollte man vielleicht die Gesetze lockern, aber was ist an Geschlechtsverkehr denn obszön? Ich weiß ja nicht wie die es nennen wollen, aber irgendwie müssen die ja ihren Kindern erklären wie die Kinder denn entstehen und auch andere Sachen erklären…..

    Lieben Gruß
    Sven

  • cypher

    Als ob es in DE nicht genug Schulen gaebe die solchen “Fundis” gerecht werden. Gibt ja leider ne Menge von denen. Mit zugeklebten (mit industriellem Klebstoff wolgemerkt) Seiten im Biobuch und Bibelversen auf dem Zeugnis. Religionsunterricht natürlich nur für die eine Religion … ohne Altenativen. Alles in diesem Land vorhanden. Und wenn das nicht weit genug geht riecht das streng nach Indoktrination statt nach Bildung was die ihren Nachkommen da angedeien lassen wollen. Und das sowas nich so einfach drin is mag ich unseren Gesetzen nicht wirklich anlasten. Das Schulsystem ist wirklich nicht das beste hier … aber diesen Fall wuerde ich da nicht als Beispiel nehmen wollen.
    Sollen sich die “Fundis” doch im Biblebelt sammeln. Das die da auch nur ueber das Hintertürchen des Asyls statt der normalen Einwanderung gewollt werden hat aber schon sein eigenes “Geschmaekle”.

  • Michael

    Ist natürlich ein aufsehenerregendes Thema. Aber wenn jemandem die Regeln, die in einem Land gelten, nicht passen, wieso soll er dann nicht das Recht haben, woanders hin zu gehen??

    Gruß Michael

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