[GREGEL DOT COM]

Neben Smalltalk und Monologen bietet sich Twitter (im speziellen), sowie Social Networks à la Facebook dafür an, (s)einen Blog bzw. einen bestimmten Artikel bekannter zu machen.
Eine Zeichenbeschränkung von 140 Zeichen schreit in jedem Fall nach kurzen Links – man will ja noch das ein oder andere, erklärende Wort dazuschreiben.

Wer die Wahl hat, hat die Qual:
Neben den großen, kostenlosen Anbietern wie bit.ly kann der neugierige Blogger auch einen eigenen URL Shortener betreiben – z.B. YOURLS

Diesen eigenen URL-Shortener setze ich unter der Subdomain go.gregel.com seit einigen Monaten erfolgreich ein.

Die Installation und Einrichtung schafft auch ein Anfänger in wenigen Minuten. Eine Subdomain (oder ein Unterordner einer Domain), eine SQL-Datenbank – mehr braucht es nicht.

Wer mag kann mit einem passenden WordPress-Plugin auch direkt (und vollautomatisch) jeden neuen Artikel kürzen und via Twitter verbreiten.
Von dieser Lösung habe ich bei mir abgesehen – ich halte nichts von vollautomatischen Tweets. Ich wähle Artikel gezielt aus (in meinem Fall ca. jeden dritten), die ich auf Twitter verbreite und schreibe jeweils einen individuellen Text dazu.

Was bringt das ganze?

Ein weiteres großes Plus von YOURLS sind die Nutzungsstatistiken für jede einzelne, gekürzte URL.
Bei mir reden wir von…

Overall, tracking 84 links, 7,377 clicks, and counting!

Mit stumpfer Mathematik betrachtet ergibt sich also ein Durchschnitt von 88 Besuchern durch eine Bekanntmachung des jeweiligen Artikels auf Twitter (ich nutze yourls ausschließlich für Twitter).

Das ist natürlich nur die halbe Wahrheit, das ganze sollte ein wenig differenzierter betrachtet werden:

  • 10 der oben genannten Kurz-Links kommen auf mehr als 200 Klicks
  • das Minimum liegt bei 35

Zwei weitere wichtige Faktoren:

  1. Wie sieht der verwendete Twitter-Account aus
  2. Wann wurde der Tweet gesendet

zu 1.)
Aktuell hat mein Twitter-Account 390 Follower im Angebot. Zieht man davon großzügig gerundet 100 Acounts ab (Bots oder Leute, die nicht lesen sondern nur publizieren) kommt man auf eine potentielle Reichweite von ~ 300 Lesern – und möglichen Retweets!
Aus solchen Retweets entstehen die Abweichung vom Norm-Klick – eine 200 bei der Statistik ist blitzschnell möglich.
Die Reichweite meiner Links beträgt gerundet also ca. 10% der Follower-Anzahl.

Diesen Wert muss man natürlich noch auf den eigenen Twitter-Account anpassen. Hat man 3.000 Follower, folgt aber stumpf jedem schwachsinnigen x-beliebigem Account, kann der Wert genauso gut gegen 1% tendieren.
(Robert Basic kam bei seiner kurzen Analyse bei ehemalig 4.800 Followern auf 9.000 Klicks bei 90 Links, sprich einer Klickrate von etwas mehr als 1%)
Zudem sind die ersten 3 – 5 Klicks auf einen Twitter-Link immer irgendwelche mehr oder weniger suspekten (SuMa-) Bots.

zu 2.)
Aktuell bin ich eher faul. Spätabends werden neue Artikel geschrieben, ein Tweet geht auch gerne mal um Mitternacht über die Leitung. Um diese Zeit machen vernünftige Leute schon ein Schläfchen… ;-)
Wählt man die Uhrzeit ein wenig geschickter (Mittagszeit, frühe Abendstunden) liegt der Durchschnitt nicht mehr 35 sonder eher um 75 herum!

Fazit: Artikel mit Hilfe von Kurz-URLs auf Twitter verbreiten lohnt sich in jedem Fall!

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