Seit 1987 rasten am 1. Mai tausende augenscheinlich (und vermutlich) geistig völlig normale Menschen aus und hinterlassen Stadtteile in Trümmern und Menschen im Krankenhaus. Bevorzugt in Berlin-Kreuzberg und Hamburg.
1987 war die Zerstörung Teil des Volkszählungsboykotts in Berlin, die Gründe heutzutage sind nicht mehr ganz so leicht zu verstehen. Vielleicht eine Missinterpretation von alle Gewalt geht vom Volke aus?
Zum einen gibt es die gewaltbereiten, rechts- und linksgerichteten Revolutionäre Verwirrten. Klar, ein brennender Streifenwagen des Polizei hat Symbolcharakter – das verhasste System brennt. Kein Problem, kann ich mit leben – habt euren Spaß, bevor ihr erwachsen werdet. Ich zahle gerne auch für eure Zerstörungswut meine Steuern.
Wenn der Finanzminister dann erklärt, dass die Steuern erhöht werden müssen um die Schäden von der Bevölkerung an der Bevölkerung zu bezahlen, hat man zumindest kein Gegenargument.
Seltsamerweise sieht man in den Bildern der Nächte aber oft anderes brennen. Den zehn Jahre alten Kleinwagen mit Kindersitz der jungen Familie um die Ecke. Oder die Einrichtung der Schneiderei, die hinter den zerworfenen Scheiben langsam verglüht.
Aber auch das sollte ja kein Problem sein. Die junge Mutter kann ruhig mal zwei Stunden vorher aufstehen und ihr kleines Kind in die KiTa bringen. Und der Schneider… ach, wen interessiert der denn überhaupt?
Ein Problem habe ich allerdings noch mit dem immer größeren Lager der Krawalltouristen. Mindestens 33% sollen es dieses Jahr sein. Keine Ahnung von nichts, aber mitten dabei? Dies wiederum könnte erklären, warum bei der anstehenden Landtagswahl NRW die Bildungspolitik unserer Kinder in den Mittelpunkt rückt.
Mein Tipp: Man muss Müll nicht mehr auf der Straße verbrennen. Es gibt effektive Müllverbrennungsanlagen. Kein Witz!
In dem Sinne, ich gehe jetzt zündeln. Am Grill.
Foto: Wiki Commons, GNU
- kampftag der arbeiterklasse /
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- 1 mai kampftag der arbeiterklasse /
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Kiri
sagte am 1. Mai 2010, 21:01 UhrSollte der Feiertag je abgeschafft werden, ich werd ihn nicht vermissen.
Aber vielleicht fangen die dann an, Weihnachtsbäume anzuzünden oder mit Ostereiern zu werfen…?
Marc
sagte am 3. Mai 2010, 23:00 UhrHey, lass uns den Feiertag! Besonders, wenn er demnächst mal wieder auf ein Nicht-Wochenende fällt ;-)