Der Krieg (in Afghanistan) hat sein Bild bekommen.
Ich gebe zu, es schockiert. Ich war schockiert. Klar, man liest – leider – immer wieder davon, dass Frauen von ihren Männern verstümmelt werden – es zu sehen ist etwas anderes.
What happens if we leave Afghanistan.
Die Sache hat diesen einen kleinen Haken, da ist die Kritik an dem provozierenden Cover, der provozierenden Überschrift in der Tat angebracht:
This violence happened while the international forces were in Afghanistan
Wir wissen alle, im Irak waren die Soldaten wegen den Menschen und nicht wegen dem Öl. In Afghanistan natürlich wegen den Frauenrechten. Und am Ende des Regenbogens liegt ein Schatz aus Gold.
Am Ende bleibt man also sitzen und denkt: Was für eine Scheiß Welt. Und eine verlogene dazu.
Das Mädchen wird übrigens nun in den USA operiert. Sie versteht nicht, dass mit ihrem Schicksal Politik betrieben wird.
Das eingebundene Time-Cover enstammt der SPON-Fotoserie
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- das supertalent kurven aischa /
- bibi aisha /
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Horst Schulte
sagte am 8. August 2010, 11:33 UhrVöllig richtig.
Allerdings steht für mich das grausame Bewusstsein im Vordergrund, welche Dinge Menschen anderen antun. Unabhängig davon, welche Gründe sie dafür auch immer haben mögen.
Diese Botschaften sollen uns manipulieren und sie tun das. Auch wenn wir uns der Gefahren bewusst sind.
Informationen sind nicht immer segensreich. Man muss sich dessen bewusst werden. In Zeiten des Internets und der damit verbundenen Informationsflut sind wir wahrscheinlich oft überfordert. Vielleicht sind Menschen dazu in der Lage, solchen Herausforderungen in der Zukunft zu begegnen. Mit dem Erlernen so genannter Medienkompetenz ist es aber wohl eher nicht getan. Wir müssten vielmehr in der Lage sein, unsere Informationsquellen auf ihren Qualitätsgehalt zu beurteilen und uns eine Selbstbeschränkung auferlegen. Aber dazu neigen wir Menschen wohl nicht. :-(
Mac_BetH
sagte am 8. August 2010, 15:21 UhrDas schlimme ist, dass wir anderen Menschen nur durch so ein Cover wirklich aufmerksam werden, dass da ja noch etwas ist in Afghanistan. “Krieg echt, ich dachte der sei schon vorbei?”, hat vor kurzem mal jemand zu mir gesagt!
Bestürzend wie ich finde! Oder?
Aber hier kann man doch schon nicht mehr von Sensibilisierung sprechen? Wir Leser sind mittlerweile so unsensibilisiert, dass wir nur noch auf so etwas Schlimmes reagieren!
Es freut mich aber zu hören, dass der Frau jetzt in den USA geholfen wird!
See you
Matthias
Nouvel Aar
sagte am 18. August 2010, 04:01 UhrWo bleibt das eingängige Bild der afghanischen jungen Frau mit nur einem Bein, weil sie die anderen Extremitäten bei einem Angriff durch Streubomben verloren hat, oder das einer anderen, von einem Selbstmordattentat Betroffenen? Jedenfalls: immer steckt etwas hinter diesen Bildern aus dem Land des Opiumanbaus, wo der `Drache unterm Halbmond´ sein zerstörerisches Feuer faucht. Und viele wollen etwas darüber wissen – ob als Film oder als Buch. Warum z. B. liegt die politische, von Grass angemahnte Belletristik zu Afghanistan nicht auf den Büchertischen?